2026-05-31 14:15Pressrelease

Ostdeutschland gemeinsam stärken: Sachsen-Anhalt setzt Akzente beim OWF 2026

Magdeburg/Bad Saarow, 31. Mai 2026

Sachsen-Anhalt ist vom 31. Mai bis 2. Juni beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum (OWF) 2026 in Bad Saarow vertreten. Das OWF ist seit einem Jahrzehnt die wichtigste Plattform für alle Themen zum Wirtschaftsstandort Ostdeutschland. Die diesjährige Konferenz trägt den Titel „Eine neue (Un)Ordnung“. Ganz in diesem Sinne debattieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik Sachsen-Anhalts und der weiteren ostdeutschen Bundesländer zu Themen der Transformationen und Zukunftsfähigkeit ihres Industriestandortes.

Ministerpräsident Sven Schulze wird am Montagvormittag mit einem Impulsvortrag und einer anschließenden Diskussionsrunde die Rolle Sachsen-Anhalts als leistungsfähigen Industriestandort mit hoher Transformationskompetenz in den Fokus rücken. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragen zu Investitionssicherheit, bezahlbarer Energieversorgung, Fachkräften und dauerhafter Wettbewerbsfähigkeit.

„Beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum zeigen wir, wie viel Kraft und Potenzial in Sachsen-Anhalt und in ganz Ostdeutschland steckt. Die Menschen bei uns haben in den vergangenen Jahrzehnten viel geleistet und unser Land mit Mut und harter Arbeit nach vorn gebracht. Heute haben wir starke Industrie, innovative Unternehmen und gute Perspektiven für die Zukunft. Darauf bin ich stolz. Und ich will, dass auch die nächste Generation sicher sein kann, hier bei uns in Sachsen-Anhalt gute Arbeit und echte Chancen zu finden“, so Ministerpräsident Sven Schulze.

Im Hinblick auf die Standortkompetenzen des Landes ergänzt Sachsen-Anhalts Finanz- und Wirtschaftsminister Michael Richter: „Die Chemieindustrie ist eine wichtige Grundlage der industriellen Wertschöpfung in Sachsen-Anhalt. Unsere Chemieparks verbinden industrielle Tradition mit technologischer Erneuerung. Die Chemieparks schaffen Innovation und Beschäftigung weit über die Branche hinaus. Entscheidend ist jetzt, diese Stärke verlässlich in die Zukunft zu führen.“

Auf Initiative der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) wird am Nachmittag des zweiten Konferenztags zudem der Weinberg Campus Halle (Saale) als bedeutender Technologie- und Gründerstandort Ostdeutschlands für Life Science und Bioökonomie vorgestellt. Im Rahmen einer Vertiefungsrunde diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Innovationsmanagement über Technologietransfer, regionale Innovationscluster und erfolgreiche Wege von der Forschung in die Anwendung.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Innovationsökosysteme dazu beitragen können, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in marktfähige Technologien und regionale Wertschöpfung zu überführen. Der Weinberg Campus soll dabei ausdrücklich nicht nur als Standort, sondern als funktionierendes Innovationsökosystem und „ostdeutsches Schaufenster für Innovation“ verstanden werden.

„Innovation entsteht heute nicht durch Einzelakteure allein, sondern durch funktionierende Netzwerke zwischen Wissenschaft, Start-ups, Industrie und Transferstrukturen. Der Weinberg Campus ist das führende Life-Science- und Bioökonomie-Ökosystem Mitteldeutschlands und ein zentraler Treiber für Wertschöpfung in Sachsen-Anhalt. Er zeigt exemplarisch, wie aus Forschung wirtschaftliche Wirkung entstehen kann und warum Ostdeutschland zunehmend auch als Innovationsraum wahrgenommen wird“, erklärt Dr. Ulf-Marten Schmieder, Geschäftsführer des Technologieparks Weinberg Campus.

Darüber hinaus beteiligen sich Akteure aus Sachsen-Anhalt am Workshop „Ostdeutschland als Resilienzcluster Deutschlands – am Beispiel der Chemieindustrie“, in dem die Bedeutung resilienter Lieferketten, wettbewerbsfähiger Energiepreise sowie die Zukunft industrieller Wertschöpfung diskutiert wird. Wirtschaftsstaatsekretärin Stefanie Pötzsch, Teilnehmerin dieses Formats, sagt: „Wir haben in Ostdeutschland traditionelle und gleichzeitig moderne Industriestandorte mit innovativen Unternehmen. Transformationsbereitschaft ist hier kein Fremdwort. Jetzt gilt es, so unser Appell, die ostdeutschen Stärken mit einer Energiepolitik zu verbinden, die Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz zusammenbringt. Nur so sichern wir Wertschöpfung, Arbeitsplätze und industrielle Zukunftsperspektive in der Region.“

Als Resümee der Diskussionsrunden zieht IMG-Geschäftsführer Dr. Robert Franke: „Sachsen-Anhalt profiliert sich beim OWF26 als Standort, an dem industrielle Stärke, wissenschaftliche Kompetenz und Innovation eng zusammenkommen. Dass dieser Weg international wahrgenommen wird, zeigt beispielhaft die Ansiedlung von Novartis in Halle (Saale): Mit der neuen Produktionsstätte für Radioligandentherapien investiert das Unternehmen gezielt in Zukunftstechnologien der Spitzenmedizin und stärkt zugleich den Life-Science-Standort Sachsen-Anhalt.“

 

 

Hintergrund:

Unter dem Leitmotiv „Eine neue (Un)Ordnung“ befasst sich das OWF26 mit den tiefgreifenden geopolitischen, wirtschaftlichen und technologischen Umbrüchen unserer Zeit. Im Fokus stehen die Fragen, wie wirtschaftlicher Fortschritt und nachhaltiger Wohlstand unter veränderten globalen Rahmenbedingungen neu gedacht werden können – mit besonderem Blick auf Ostdeutschland. Zentrale Themen sind unter anderem die Stärkung strategischer Infrastrukturen und der Energiewirtschaft, die Transformation industrieller Kerne sowie Schlüsseltechnologien, die die nächste Phase industrieller Wertschöpfung prägen. Weitere Themenfelder sind die Gesundheitswirtschaft und die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Zudem stehen die Modernisierung von Verwaltung und staatlicher Umsetzungskraft sowie digitale Souveränität und die Zukunft der Digitalwirtschaft auf dem Programm. Als bundespolitische Gäste und Speaker werden auch Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Digitalminister Karsten Wildberger sowie Staatsministerin Elisabeth Kaiser erwartet.

Mehr unter: OWF - Ostdeutsches Wirtschaftsforum

 

Das OWF live verfolgen:

Der Impuls des Ministerpräsidenten sowie das anschließende Panel zur Transformation der Industriepolitik können am 1. Juni ab 9:30 Uhr hier verfolgt werden:

#OWF26 | Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt | Industriepolitik im Wandel | Impuls

#OWF26 | Ostdeutschland zwischen Anspruch und Umsetzung | Panel


About IMG Presse

Die Investitions- und Marketinggesellschaft mbH (IMG) ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten vermarkten wir den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt und zeichnen verantwortlich für das Tourismusmarketing im In- und Ausland. Die Ansiedlung von Unternehmen im Land Sachsen-Anhalt wird aktiv von der IMG begleitet und unterstützt. Im Auftrag des Landes hilft die IMG den hier ansässigen Unternehmen bei Bedarf bei Ihren Investitionen. Unser Service ist vertraulich und kostenfrei. Weiterführende Informationen zu unseren Leistungen finden Sie hier: www.investieren-in-sachsen-anhalt.de


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